Der Regenwald, das weiß man, ist heiß, tückisch und voller unerwünschtem Getier, wobei giftige Schlagen die Hitliste anführen. Ilona Mayer-Zach lässt ihren Krimi Schlangenwald (Wien live edition) in einem Nationalpark von Costa Rica spielen. Dort passiert, was oft passiert: theoretisch ist der Nationalpark vor menschlichen Eingriffen geschützt, in der Praxis lässt sich da immer noch was tricksen. Korruption gibts überall und was ist schon gegen eine Feriensiedlung im Urwald einzuwenden? Schließlich ist Tourismus was Gutes, gibt der armen örtlichen Bevölkerung Arbeit und wenn man dann auch noch mit einer ökologisch korrekten Bauweise und dem Recycling von Abfällen protzen kann, scheint die PR eine einfache Sache. Die Wienerin Paula Enders lässt sich dazu überreden, sich für das Unternehmen einspannen zu lassen und damit sie auch überzeugend textet, lädt man sie in die neue Ferienanlage in Costa Rica ein. Aber da ist nicht alles grün was als „ökologisch" verkauft wird.... Nette Idee, in der Schreibe zu betulich.
Hoffentlich stolpert Hunkeler auch als Pensionist noch über Leichen. Alles andere wäre eine schwere Enttäuschung für die Leser.
Della, leidensfähige Alleinerzieherin mit miesem Job und auf der Suche nach dem Mann, der alles checkt ist so eine paradigmatische Figur aus der Unterschicht. Sie lässt sich auf die beiden Flüchtigen ein, stellt die Kinder bei ihrer unwilligen Mutter ab und malt sich Ferien im unbewohnten Strandhaus einer Bekannten aus. Ein guter Ort um eine Weile unterzutauchen, aber dem Anführer des Duos wird das zu langweilig, er bricht zu einem speziellen Rachefeldzug auf. Cook schildert überaus plastisch und recht erbarmungslos die Lebensbedingungen des sogenannten „White Trash", der sowohl geistig als auch geografisch im Sumpf lebt. Der Showdown endet anders als erwartet und erfüllt Erwartungen, die man Anfangs nicht hatte.
